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Exkursion zur Firma „Polycare“ nach Gehlberg

Im Rahmen unseres NWuT- (Naturwissenschaft-und-Technik-) Unterrichts, in dem wir uns derzeit mit dem Thema „Baustoffe“ beschäftigen, fuhren wir am 4. 12. 18 zur Firma „Polycare“ tief in den Thüringer Wald, wo wir nie ein Unternehmen vermutet hätten, das mit dem Innovationspreis der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet wurde und außerdem viele internationale Besucher anlockt sowie weltweit Niederlassungen hat wie z. B. in Namibia. Als wir den Produktionsraum betraten, bemerkten wir sofort einen sehr chemischen Geruch, der von Styrol stammt, wie uns mitgeteilt wurde. Styrol ist ein Stoff, der auch in vielen Medikamenten eingesetzt wird und bei der Produktion des Polymerbetons als Lösungsmittel dient. Im Empfangsraum erfuhren wir zunächst, wie es zur Wahl des doch sehr besonderen Standorts kam und wie der Chef des Unternehmens, Herr Plötner, seine Idee, den als Bausubstanz für ungeeignet eingeschätzten Wüstensand zu verwenden, beharrlich seit 1997 verfolgte. Durch den Einsatz von Polyesterharz bindet er den feinen Wüstensand und verarbeitet ihn zu einem hochgradig druck- und biegezugfesten sowie äußerst korrosionsbeständigen und gut isolierenden Polymerbeton. Anschließend wurden im Produktionsraum zwei Bausteine vor unseren Augen produziert. Im Legoprinzip können daraus auch von ungelernten Kräften Häuser gebaut werden, die bei Bedarf wieder abgebaut und an einem anderen Standort neu aufgebaut werden können sowie erdbebensicher sind. Auf dem Freigelände konnten wir dann zwei aus Polymerbeton gebaute Häuser selbst begehen und die im Pflasterweg zu den Häusern verbauten, auch von dem Unternehmen produzierten, phosphoreszierenden „Lumino“-Steine bewundern, sowie nachts leuchtende Accessoires erwerben.

Wir waren so beeindruckt, dass wir sogar den Stau und die Schlagermusik in Endlosschleife auf Hin- und Rückfahrt gelassen hinnahmen.

Jutta Reger