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Moscheebesuch in Weimar

Die den Religionsunterricht besuchenden Schüler der Klassen 7a und 7c besuchten am 6. November 2019 die Moschee in der Rießnerstraße 23. Dies geschah im Rahmen der Woche des Interreligiösen Dialog in Thüringen. Wir wollten mehr über die Religion erfahren und eine Moschee nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch kennenlernen. Man nahm uns sehr gastfreundlich auf und erklärte sämtliche Räume und deren Funktion und Nutzung. Darauf erklärte uns eine Muslima die grundlegenden Fakten des Islams und wir konnten offen unsere Fragen stellen. Alle Menschen, die wir antrafen, waren sehr nett und entgegenkommend, woran sich viele Menschen unsrer Kultur ein Beispiel nehmen könnten. Da unser Besuch in die Mittagszeit fiel, wurde zwischendurch zum Gebet gerufen und das Mittagsgebet ausgeführt, wobei wir interessiert zusahen. Nachdem alles erläutert wurde, wurden uns kleine Snacks, in Form von Feigen und Süßspeisen sowie Saft und Wasser angeboten. Einer der Männer schrieb für alle, die wollten, ihren Namen in schöner arabischer Schrift auf ein Kärtchen. Auch unseren Schulnamen schrieb er sorgfältig auf (siehe Bild).

Über die Moschee

Die Moschee befindet sich wie bereits erwähnt in der Rießnerstraße, lässt sich aber nur schwer als eine solche identifizieren. Sie besitzt nämlich weder ein Minarett (Turm von dem zum Gebet gerufen wird) noch eine Kuppel mit Halbmond. Man bedenke, dass die Christen in Weimar über vier schöne Kirchen haben. Zwar gibt es wesentlich mehr Christen in Weimar als Muslime, aber trotzdem haben auch sie meiner Meinung nach ein größeres Gotteshaus verdient, indem es zum Beispiel getrennte Gebetsräume für Männer und Frauen gibt, wofür in der Rießnerstraße kein Platz ist. Die Moschee liegt im 2. Stock eines alten Gebäudes. Wenn man hinein kommt, sind rechts Schuhregale angebracht, weil man die Moschee nur barfuß (bzw. mit Strümpfen) betreten darf. Im inneren gibt es einen Raum zum Waschen, was das Waschhaus ersetzt, zwei Zimmer, in denen der in den Schulen nicht angebotene muslimische Religionsunterricht stattfindet und natürlich den Gebetsraum. Alle Räume inklusive dem Flur waren gänzlich mit weichen Teppichen ausgelegt, welche im Gebetsraum Nischen im Muster hatten, die gen Mekka zeigten. So konnte man sich beim Beten orientieren. In Richtung Mekka sind ebenfalls die Minbar (eine Art Kanzel) und die Mihrab (eine Art Altar) gerichtet.

Es war für uns alle ein besonderes Erlebnis und hat uns die Kultur sowie Religion unserer muslimischen Mitbürger näher gebracht.

Lorenz Scholtissek (in Zusammenarbeit mit Frau Göppel)